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Komitee aus Vertreter/innen der Versicherten für eine sichere Altersvorsorge

10. August 2017

Kurz bevor der Abstimmungskampf über die Altersvorsorge 2020 in die heisse Phase tritt, haben sich über 30 Stiftungsrätinnen und -räte aus wichtigen Pensionskassen zum Komitee für eine sichere Altersvorsorge zusammengeschlossen. Mit ihrem Engagement für ein Ja am 24. September wollen sie die Interessen der Versicherten wahrnehmen. Denn sie sind überzeugt, dass der Rentenkompromiss 2020 die Finanzierung der Renten sowohl in der 1. als auch in der 2. Säule nachhaltig verbessert.

Anders als beim Referendum gegen die Senkung des Mindestumwandlungssatzes 2010 positioniert sich das Komitee klar für die Reform. Damals hatte ein Komitee engagierter Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte um das PK-Netz gebildet, welches das Referendum gegen die einseitige Senkung mit Erfolg unterstützt. Heute bekämpft das breit abgestützte Komitee von Arbeitnehmer vertretenden Stiftungsräten die Senkung des Mindestumwandlungssatzes nicht mehr. Denn mit der Altersvorsorge 2020 wurde eine ausgewogene Gesamtlösung gefunden, die keine einseitigen Kürzungen, dafür aber klare Verbesserungen für die Arbeitnehmenden bringt.

In rund 80% aller Pensionskassen gelten ohnehin nicht die gesetzlichen Umwandlungssätze, weil bei diesen Pensionskassen mehr einbezahlt wird als gesetzlich vorgeschrieben ist. Hier bestimmen die sozialpartnerschaftlich geführten Stiftungsräte mit ihren gewählten oder delegierten Vertreter/innen der Versicherten den Umwandlungssatz. Die Stiftungsrätinnen und - räte engagieren sich für den Erhalt des Rentenniveaus in diesen Pensionskassen. Doch das äusserst schwierige Umfeld hat dazu geführt, dass die Umwandlungssätze dieser umhüllenden Pensionskassen in den letzten Jahren stark reduziert wurden. Flächendeckend sinken die Umwandlungssätze gegen 5% – oder darunter. Eine aktuelle Recherche des PK-Netzes bei einer Auswahl wichtiger Pensionskassen zeigt, dass sich dieser Trend zu tieferen Umwandlungssätzen bis 2020 weiter verstärken wird. Bei der Pensionskasse der Ruag wurde der Umwandlungssatz beispielsweise innert 6 Jahren um rund 29 % gesenkt. Für ein mittleres Alterskapital von 400`000 Franken bedeutet das eine Rentensenkung von monatlich über 600 Franken. Darum ist der AHV-Zuschlag von 70 Franken pro Monat für die Mehrheit der zukünftigen Rentnerinnen und Rentner kein Ausbau. Gemessen an den bereits erfolgten Rentenkürzungen der Pensionskassen, ist er vielmehr eine nachträgliche Teil-Kompensation.

Insgesamt könnten mit dem Rentenkompromiss AV2020 einige wichtige Fortschritte für die Beschäftigten realisiert werden, sagt Nathalie Kunz, Stiftungsrätin der Pensionskasse Post. «Ein Eckpfeiler dieser Modernisierung ist zum Beispiel die bessere Abdeckung von Teilzeitarbeit. Für diese tieferen Löhne erhöhen sich die Renten dadurch deutlich – davon profitieren insbesondere die Frauen». Damit nehme die starke Rentenungleichheit zwischen Männern und Frauen ab.

Kommt dazu, dass mit der Altersvorsorge 2020 die AHV und die Pensionskassen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Im Gegenteil: Der Rentenkompromiss trägt der Herausforderung einer alternden Gesellschaft Rechnung und stellt die Altersvorsorge wieder auf eine solide Basis.

Bis heute sind knapp 30 engagierte Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte aus mittleren und grossen Pensionskassen im Komitee für den Rentenkompromiss 2020 vertreten. Die Liste der Unterzeichnenden wird laufend nachgeführt.

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